Kaputtes Christchurch

DSC01456Nachdem ich Neujahr in Sydney verbracht habe und meinen Flug dorthin damals im August von Christchurch aus gebucht habe (wer hätte auch geahnt, dass ich die ersten Wochen komplett in Auckland verbringe?) ging es kurz vor Weihnachten mit dem Flieger dorthin. Da die Flüge einige Tage vor Heiligabend deutlich günstiger waren hatte ich noch ein wenig Zeit um mir Christchurch anzusehen und ich muss sagen…

… mir gefällt es leider nicht. Aber eins nach dem anderen.

Die Ankunft am Flughafen läuft problemlos, auch die Fahrt in die Stadt mit dem Bus ist schnell und bequem erledigt. Ich wusste natürlich von dem katastrophalen Erdbeben vor einigen Jahren das Christchurch stark mitgenommen hat, fand die Stadt aber auf dem Weg soweit ziemlich schön. Erst als ich dann auf dem Weg zum Hostel war fiel mir die Zerstörung auf, die überall noch herrscht. Baustellen an jeder Ecke der Innenstadt, einige Straßen sind komplett gesperrt genau wie ganze Häuserblocks. An vielen Häusern sieht man noch die zerstörten Fenster und Fassaden.

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Mein Hostel – das Vagabond – ist wie das Brown Kiwi in Auckland ein sehr gemütliches, eher familiäres Hostel mit coolen Leuten. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen und war auch nach meiner Sydneytour nochmal für eine Nacht meine Unterkunft.

 

Meine Erkundungstouren durch Christchurch zeigen mir in der Innenstadt immer mehr das Ausmaß der Zerstörung und die provisorischen Lösungsversuche die die Bewohner überall zur Überbrückung aufbauen. Ob es eine Einkaufsstraße aus Schiffscontainern, ein Café aus Paletten oder ein Nachtclub aus Pavillonzelten ist. Insgesamt eine durchaus sympathische Stadt, nach einiger Zeit fällt mir jedoch auf: Irgendwie auch tot. Dafür dass ich mich im Zentrum einer 300.000+ Einwohnerstadt befinde fühlt es sich doch eher nach einem lahmen Sonntagmorgen in einer kleinen Kreisstadt zuhause an. Dementsprechend unternehme ich auch tagsüber nicht extrem viel sondern verbringe öfter mal Zeit im Hostel und lerne dort ein paar nette Leute kennen.

 

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Ein besonders schöner Ort ist jedoch der botanische Garten.

Da in meinen Besuch zufälligerweise auch ein Wochenende fällt zieht mich der Tänzerdrang natürlich nach draußen und ich suche „The Club“ auf (vorher erwähnter Club aus Pavillonzelten). An sich eine ganz nette Location und mal was anderes, leider ist die Musik nicht unbedingt mein Fall und das Publikum schon gar nicht – lauter Betrunkene die auf der Tanzfläche rumtorkeln. Trotzdem gehts Samstags nochmal hin und da ist auch wesentlich mehr los, die Musik ist besser und der Abend macht Spaß. Trotzdem: Nightlife in Christchurch kann ich leider nicht empfehlen nach dieser kurzen Stichprobe. 😉

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Insgesamt war ich dementsprechend durchaus froh als an Heiligabend (oder eher Heilignachmittag) dann mein Flieger nach Sydney abhebt – könnte aber natürlich auch damit zu tun haben, dass das der erste Tag in drei Monaten wird, an dem ich Freunde aus Deutschland sehe. 🙂

2 Gedanken zu „Kaputtes Christchurch

  1. Michael

    Hallo Frank ,

    hat mich gefreut dich kennengelernt zu haben. Dein Blog ist echt schoen gemacht und gibt mir den noetigen Ansporn um auch mal wieder aktiv zu werden. Christchurch ist echt nicht so der Bringer, aber ich hoffe doch sehr , das wir im Vaganbonds dir eine schoene Zeit bereitet haben.

    Viel Spass noch auf deiner weiteren Reise,

    LG Michael 🙂

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    1. frank Beitragsautor

      Ja, mit euch gabs genug zu Lachen. 😀

      Euch auch noch weiterhin viel Spaß dort, sollte ich doch nochmal in Chch vorbeischauen kannst dir sicher sein, dass ich Hallo sage. 😉

      Und ansonsten schau mal in München vorbei, dann shufflen wir mal in nem ordentlichen Club ohne Bierzelt!

      Antworten

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