Leben in Auckland

DSC01176Die ersten Wochen sind vergangen und nach und nach lebe ich mich in Auckland ein. Das Gefühl hier ist ein ganz anderes in München, kaum entfernt man sich ein paar Schritte vom Stadtzentrum gibt es kein großartiges Stadtgefühl mehr.

Der Vorteil an diesem eher ländlichen Gefühl sind schöne Parks alle paar Meter die zum Genießen des Sonnenscheins einladen. Direkt am Meer gelegen gibt es neben den Parks aber auch verschiedene Strände, an denen man sich in kürzester Zeit den nächsten Sonnenbrand abholen kann.

Insgesamt ist Auckland keine außergewöhnlich schöne Stadt und ich bin sehr gespannt darauf, was Städte wie Wellington und Queenstown zu bieten haben. Lässt man jedoch die Stadt ein Stückchen hinter sich sieht man sehr schnell die schönen Landschaften, die Neuseeland berühmt machen und weiß, was die unzähligen Backpacker hierher zieht.

Wirklich sicher fühlt man sich hier nachts nicht unbedingt, wenn man nicht grade die gut bevölkerte Queen Street entlanggeht. Doch selbst dort wurde vor kurzem ein Mann niedergeschlagen, nachdem er einer fremden Frau ein Kompliment gemacht hat und starb kurz darauf im Krankenhaus. Solche Dinge geschehen zwar leider überall, in München hab ich mich aber nachts wesentlich wohler gefühlt.

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Aucklands Nachtleben unterscheidet sich (für mich) sehr stark vom deutschen Nachtleben. Richtige Discos gibt es nicht, stattdessen überall Bars die oft auch tagsüber geöffnet haben und abends dann die Tische zur Seite schieben um Platz für eine Tanzfläche zu schaffen. Aber auch hier finden sich einige nette Lokalitäten um es abends auf der Tanzfläche krachen zu lassen. Unter anderem findet man mich daher mehrmals pro Woche in der Globe Bar (eine Backpackerbar, in der ich schon Leute aus sicher zwanzig Ländern getroffen habe) oder im Lenin direkt am Viaduct – dem Barviertel Aucklands.

Da die Jobsuche sich am Anfang sehr lange gezogen hat habe ich begonnen, im Citydance Tanzstudio Tanzstunden im Popping zu nehmen. Hier habe ich auch einige Mitglieder der lokalen Tänzercommunity kennengelernt – ein riesiger Unterschied zu Deutschland mit vielen Treffen, Battles und Ähnlichem. Ein Besuch beim Battlecry 2013 in South Auckland hat mich tief beeindruckt, was die lokalen Popper und BBoys und BGirls so drauf haben.

Das Wetter in Neuseeland wird vermutlich nicht mein Freund werden. Die letzten zwei Wochen waren mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen zwar außerordentlich schön, allerdings kann sich das hier auch innerhalb von zehn Minuten zu Regen verändern.

 

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Eine Sache, die mir nach Tokio und Auckland fehlen wird, sind die Ladenöffnungszeiten. Die großen Supermärkte hier sind sieben Tage die Woche mindestens bis 22 Uhr geöffnet, teilweise sogar bis Mitternacht. An jeder Ecke findet sich ein Convenience Store, der 24/7 geöffnet ist (allerdings ähnliche Preise wie deutsche Tankstellen hat ;-)). Das wird mir schon teilweise fehlen, einfach sonntags meine Einkäufe erledigen zu können, wenn ich Lust drauf habe. Da sollte Deutschland langsam mal nachziehen finde ich.

 

Als nächstes wird es nun Zeit, eine Reisegelegenheit nach Christchurch an Weihnachten zu finden, von wo ich dann mit dem Flieger Richtung Sydney düse um dort Neujahr zu feiern – ich bin schon wahnsinnig gespannt.

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