Party in Tokio

Partynacht in TokioGleich am ersten Tag im Hostel hatte ich das Glück, auf Justine zu treffen. Eine nette Kanadierin, die mich einlud, abends mit einigen Leuten und einem Angestellten des Hostels um die Häuser zu ziehen. Die anderen stellten sich als eine bunte Truppe aus Kanada, Polen, Italien, Japan und Australien heraus. Unter anderem besuchten wir dabei Golden Gai, Roppongi und landeten am Ende auf dem berühmten Fischmarkt.

Der Anfang in Golden Gai

Das Golden Gai ist ein Bereich in Shinjuku, in dem über 200 winzig kleine Bars in schmalen Gässchen verteilt sind. In diesem Fall ist winzig absolut wörtlich gemeint, viele der Bars haben gerade mal 6 – 10 Sitzplätze. Wir landeten mit unserer Truppe in einer kleinen Bar im ersten Stock, in der es nur Whisky und einen anderen, japanischen Schnaps gab. Nach mehreren Runden feuchtfröhlichem (und sehr teurem) Vorglühen und ein paar Liedern Karaoke durch meine Begleiter zogen wir dann weiter Richtung Roppongi.

 

Feiern in Roppongi

Roppongi war früher aufgrund vieler Kasernen und ähnlichem ein sehr internationales Partyareal. Seit Anfang des Jahrtausends soll es von diesem Image weg eher in Richtung Einkaufsviertel gehen, doch immer noch gibt es einige Discotheken hier. Da diese keine Lizenzen für Tanzveranstaltungen nach 2 Uhr morgens haben sind es oft entweder Läden nur für Mitglieder (was sich durch ein „Members only“ Schild darstellt und das wars) oder sogenannte Gas Panic Clubs – wo wir dann auch gelandet sind.

Nach dem Betreten des Clubs (der übrigens keinen Eintritt kostet im Gegensatz zu vielen anderen Discotheken) befindet man sich in einer sehr kleinen Location mit einer Bar, einer kleinen Sitzecke und lauter Musik. Auf der (winzigen) Tanzfläche stehen einige Tische und auch mehrere Schilder verbieten das Tanzen eigentlich – daran halten tut sich jedoch niemand. Einige deutlich angetrunkene Japaner springen wild durch die Gegend – insgesamt haben sich im Club vielleicht 50 Personen aufgehalten (womit zumindest der Tanzbereich auch durchaus gefüllt war). Musikalisch hielt uns ein DJ auf Trab der seine Sache mit Mainstream Musik sehr gut machte, schnell gemischt und ziemlich laut.
Eine Besonderheit: Es ging immer wieder ein Mann mit Taschenlampe durch die Menge. Hat man keinen Drink in der Hand wird man aufgefordert zu bestellen oder muss das Lokal verlassen.

Zwischendurch besuchten wir noch andere Lokale, Bars und gingen ein wenig Fast Food essen, kehrten doch am Ende noch zu einer weiteren Runde in den Gaspanic Club zurück bevor es dann gegen vier Uhr im Taxi Richtung Fischmarkt ging.

 

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Sushi am Fischmarkt

Eine kurze Taxifahrt später kamen wir gegen 4:30 Uhr am Fischmarkt an und wollten eigentlich die berühmte Thunfischauktion erleben – leider wurde uns gesagt, dass man dafür schon gegen 3 Uhr da sein sollte (obwohl es erst um 5 Uhr losgeht), da die Plätze extrem begrenzt sind. Mit zwei netten New Yorkerinnen, die unser Pole auf dem Weg aufgegabelt hat, ging es also weiter zu einem berühmten Sushi Restaurant – auch hier wurde uns eine Wartezeit von ca drei Stunden prophezeit, weshalb wir uns am Restaurant daneben anstellten. Ungefähr eine Stunde später waren wir nach der Öffnung auch unter den ersten, die Platz nahmen und konnten quasi das frischeste Sushi probieren, das man essen kann – direkt vom Fischmarkt. Definitiv ein Erlebnis wert und wahnsinnig lecker.

 

Zur Partynacht habe ich meine Kamera zuhause gelassen, weshalb es hier auch nicht wirklich Bilder gibt. Trotzdem war es eine tolle Nacht – vielen Dank an alle Beteiligten und an unseren japanischen Begleiter Sam der fleißig übersetzt und uns geführt hat.

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