Viva Las Vegas

Ursprünglich war mein Plan, von Toronto weiter nach Chicago auf dem Landweg zu fahren und dann nach San Francisco zu fliegen. Da mich Chicago aber nur mittelmäßig interessiert hat und ich bemerkt habe, dass meine Zeit in den USA sich relativ schnell dem Ende zuwendet, habe ich diesen Plan zugunsten eines anderen Ziels angepasst: Las Vegas.

Probleme mit Air Canada

Meine Abreise von Toronto war von allerlei Problemen geplagt. Zuerst kann ich morgens die E-Mail mit dem Zugticket zum Flughafen nicht mehr finden – also heißt es ein neues kaufen. Dann komme ich am Flughafen an und der Agent kann mein Ticket nicht finden. Am Ticketschalter stellt sich heraus, dass meine Bezahlung zwar registriert wurde, aber kein Ticket ausgestellt wurde.

Um nach Las Vegas zu kommen muss ich also ein weiteres – natürlich deutlich teureres – Ticket kaufen. Der Kundensupport von Air Canada nimmt sich schon mal bis zu 25 Werktage Zeit für eine Antwort, ich bin gespannt ob da je was kommt.

Irgendwann komme ich trotzdem in Las Vegas an und nach dem kurzen Bezug des Hostels und einem kleinen Mittagessen mache ich mich auf den Weg zum Strip.

Der größte Teil der Stadt ist wirklich ziemlich hässlich und eher langweilig – eben so wie man sich ein Wüstenstädtchen vorstellt. Auf dem Strip ist dann aber das genaue Gegenteil angesagt – Prunk und Protz überall, es blinkt und blitzt und alle drei Meter wächst ein neues gigantisches Hotel mit einem anderen Architekturstil aus dem Boden. Von Venedig über Griechenland bis hin zu Piraten ist alles dabei.

Natürlich sind die Touristenmassen gigantisch, trotzdem ist es eine schöne Erfahrung, grade auch bei der einsetzenden Dunkelheit.

 

Organisatorisches und Strip die Zweite

Am nächsten Morgen kümmere ich mich erst mal um das Versenden der obligatorischen Postkarten und besorge mir eine neue SIM Karte (da ich die aus New York natürlich in Kanada verloren hab – kluger Frank!). Dann mache ich mich ein zweites mal auf den Weg zum Strip und genieße die Atmosphäre – dieses mal spiele ich auch selbst ein wenig im Casino und haue ein paar Dollar am einarmigen Banditen auf den Kopf.

Das Suchtpotenzial von Glücksspiel kann ich durchaus verstehen, warum man allerdings nur zum Zocken irgendwohin fährt kann ich nicht nachvollziehen. Nach ca 30 Minuten und fünfzig Dollar ärmer höre ich deshalb auch gelangweilt auf und arbeite noch ein bisschen im Hostel.

 

Insgesamt ist Las Vegas definitiv eine Erfahrung wert aber ich bin froh, als ich am nächsten Morgen am Flughafen meinen Mietwagen in Empfang nehmen kann, der mich die nächsten Tage nach San Francisco befördern wird.

2 Gedanken zu „Viva Las Vegas

  1. Chris

    Schöner Artikel, der Lust auf las Vegas macht! Ich selbst war noch nie dort, träume aber wie viele Andere auch davon. mal ein paar Dollar am Black-Jack Tisch zu verzocken und das Ambiente der Wüstenstadt zu erleben. Deine Fotos lassen einen ins Schwärmen kommen, danke dafür!

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